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Wasserstoffbusse

Mit Wasserstoff in die Antriebszukunft

Mit Wasserstoff in die Antriebszukunft

Für die Erreichung der EU-Klimaziele zur Reduktion der CO2-Emissionen, braucht es ein Umdenken im Mobilitätsverhalten sowie neue Technologien. Deshalb setzt ÖBB-Postbus, als größtes Busunternehmen Österreichs, sein Know-how in die Entwicklungen von Wasserstoff und somit in eine klimafreundliche und emissionsfreie Zukunft im öffentlichen Nahverkehr. Damit leisten wir einen Beitrag, dass unser Planet auch für die künftigen Generationen lebenswert bleibt. Bei der Entwicklung von Wasserstoff als grüne Zukunftstechnologie sind wir in Österreich nicht nur Innovationstreiber, sondern Pioniere in der Branche. Erste erfolgreiche Tests im Linienbetrieb zeigen deutlich, dass wir am richtigen Weg und bereit für den Regeleinsatz sind.

Wasserstoff als Kraftstoff für den E-Motor

Der Bus fährt mit einem Elektromotor und wird mit Wasserstoff betankt. In der im Fahrzeug verbauten Brennstoffzelle erfolgt durch Sauerstoffzufuhr eine chemische Reaktion, bei der Energie erzeugt wird. Ein wesentlicher Unterschied zu batteriebetriebenen Bussen ist, dass die Stromerzeugung direkt im Fahrzeug passiert. Die Reichweite eines wasserstoffbetriebenen Busses beträgt rund 400 Kilometer pro Tankfüllung - ideal somit für Überlandverkehre. Einen weiteren Vorteil - neben der Tatsache, dass das Betanken eines Busses mit Wasserstoff im Normalbetrieb in rund 15 Minuten (für 30 bis 35 kg Wasserstoff) abgeschlossen ist - liefert der Wasserstoffbus im Winterbetrieb: Bei der chemischen Reaktion in der Brennstoffzelle entsteht auch Wärme, die im Winter für die Beheizung genutzt werden kann.

Aktuelles

Unser Ziel ist es, unsere Busverkehre langfristig auf alternative Antriebe umzustellen. Die Wasserstofftechnologie ist äußerst vielversprechend, schließlich werden beim Einsatz von Wasserstoffbussen keinerlei klimaschädlichen Emissionen erzeugt, sondern nur Wärme und Wasserdampf. Testbetriebe von mit emissionsfreiem Wasserstoff betriebene Busse, haben gezeigt, dass der Wasserstoffbus ganz speziellen Anforderungen - wie hohen Reichweiten bei gleichzeitig hoher Beladung - gerecht wird. Für die Umsetzung weiterer konkreter Projekte bzw. für die Einführung im Regelbetrieb steht der Postbus als kompetenter Partner jederzeit bereit. Das sind wir unseren nachkommenden Generationen schuldig.

Tests, die unsere Handschrift tragen

Der ÖBB-Postbus führte einige Testreihen eines Wasserstoffbusses in Österreich durch.

Mit dem erstmaligen Einsatz eines Wasserstoffbusses im Linienbetrieb im Jahr 2018 bei den Vienna Airport Lines (Flughafen Schwechat - Wien), konnten wir wichtige Erfahrungen mit dieser Technologie sammeln. Ein entscheidender Schritt zu zeigen, was alles mit der Wasserstoff- und damit der Zukunftstechnologie möglich ist.

Für die LenkerInnen gab es im Vorfeld eigene Schulungen bezüglich Fahrverhalten und Umgang mit dem Bus, da im Vergleich zu dieselbetriebenen Fahrzeugen einige Unterschiede zu beachten sind. Auch in den Werkstätten sind Besonderheiten im Umgang mit den Bussen zu berücksichtigen.

Leuchtturmprojekt in der Steiermark
Auch in der Steiermark fand sich ein starker Partner für weitere Tests. Gemeinsam mit Graz Linien starteten wir 2019 einen einwöchigen Testbetrieb eines emissionsfreien Wasserstoffbusses in Graz und Umgebung. Der Wasserstoffbus wurde sowohl im Stadtverkehr als auch im Umland getestet. Betankt wurde der Bus in einer Forschungseinrichtung, da es in Österreich noch keine reguläre Tankstelle für H2-Busse gibt.

Kärnten als Wasserstoff-Modellregion
Im Rahmen einer Wasserstoff-Initiative des Landes fand im August 2019 die erste öffentliche Demonstrationsfahrt eines rein mit Wasserstoff betriebenen Busses im Öffentlichen Verkehr statt. Im Halbstundentakt konnten Interessierte in der Klagenfurter Innenstadt die Zukunft grüner Mobilität hautnah erleben.

Im Juli 2020 wurde in der Kärntner Landesregierung ein europaweit einzigartiges Projekt präsentiert, das den Startschuss für einen klimaneutralen Busverkehr im gesamten Kärntner Zentralraum setzt. Gemeinsam unterzeichneten Vertreter der Politik und der Unternehmen Postbus, Infineon, OMV, Verbund und HyCentA als wissenschaftlicher Partner eine Absichtserklärung zum Start des Pionierprojekts „H2Carinthia“.

Ziel ist es, eine gesamte Verkehrsregion auf wasserstoffbetriebene und damit klimaneutrale Busse umzustellen und gleichzeitig den lokal produzierten Wasserstoff als doppelte Energiequelle zu nutzen - sowohl in der industriellen Mikrochip-Produktion bei Infineon, als auch anschließend für die Betankung von Bussen in der Region Villach. Vorne mit dabei im Projekt: der Postbus. Als größtes Busunternehmen Österreichs freut es uns, unser Know-how, unsere Entwicklungen und Innovationen in so einem wichtigen Projekt für eine klimafreundliche und emissionsfreie Zukunft im öffentlichen Nahverkehr einzusetzen. Der Postbus ist damit nicht nur am besten Weg, den gesamten Busverkehr in Kärntner CO2-neutral zu machen, vielmehr bringen wir uns mit dem Projekt als Pioniere alternativer Antriebstechnologien auf die Überholspur.

Mehr dazu auf: https://www.klimafonds.gv.at/dossier/wasserstoff-dossier/expertinnen-runde/