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European Road Safety Charter

Das BMVIT hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2010 die Zahl der Verkehrstoten auf Europas Straßen um mindestens 50% zu verringern. Der Postbus wurde im Sommer 2004 eingeladen, sich mit geeigneten Maßnahmen, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen, diesem Ziel anzuschließen.

Dazu wurde gemeinsam mit dem BMVIT ein Maßnahmenpaket geschnürt, das 2005 auch vollinhaltlich umgesetzt wurde.
Diese Maßnahmen waren und sind:

  1. Durchführung eines österreichweiten Lenkerschulprogramms
    Im Rahmen des Schulungsprogramms  wurden und werden  alle  Lenkerinnen und Lenker in den Bereichen Fahrtechnik, Stressbewältigung, Verbund Tarife FSD, Kundenorientierung sowie gesetzliche Richtlinien unterrichtet, wobei jedes Jahr zumindest ein Modul durch jeden Lenker absolviert wird. Diese Module haben im Durchschnitt eine Dauer von zwei Tagen.

  2. Ausstattung aller Lenkerinnen und Lenker mit einem Lenkerhandbuch
    Das 130-seitige Lenkerhandbuch umfasst die Verantwortung und Pflichten der Lenkerin/des Lenkers u.a. im Bezug auf die Sicherstellung der Verkehrs- und Betriebssicherheit, ein absolutes Alkoholverbot und das Verbot mit dem Handy zu telefonieren.
    Beim Alkoholverbot gibt es keine Nachsicht, Angestellte haben mit Entlassung zu rechnen, Beamte mit dem Abzug aus dem Fahrdienst und schwersten Disziplinarstrafen.

  3. Belobigung für unfallfreies Fahren
    In der Mitarbeiterzeitung werden auf Basis genau geführter Unfall- und Schadensstatistiken die Dienststellen mit den wenigsten Unfällen angeführt, für die einzelnen MitarbeiterInnen gibt es regionale Ehrungen.

  4. Durchführung der Aktion “Kasperle im Postbus”
    Im Rahmen der Aktion soll die Sicherheit für Kinder im öffentlichen Verkehr erhöht werden. Dabei wurden 2005 bei Veranstaltungen in Vorarlberg und Kärnten ca. 500 Kinder auf spielerischem Weg auf Gefahren im Straßenverkehr  hingewiesen. Dabei wird z.B. die Einfahrt in eine Haltestelle simuliert, wobei der Kasperle die Kinder auf mögliche Gefahren durch Drängeln, Schubsen nach dem Aussteigen über die Straße laufen usw. hinweist.

  5. Verteilung von Sicherheitsmerkblättern
    Die "9 Gebote der Straßenverkehrssicherheit", wurden am Schulbeginn an rund 10.000 Fahrgäste, insbesondere Schüler und Lehrlinge verteilt. Diese Sicherheitsmerkblätter enthalten insgesamt 9 Tipps für die (Schul)Fahrt im Bus, welche in leicht verständlicher Weise graphisch dargestellt  werden.

Im Rahmen der EU-Präsidentschaft wurden im Juni 2006 jene Unternehmen, die die Maßnahmen erfolgreich umgesetzt haben, in die Aktionsgemeinschaft „European Road Safety Charter" aufgenommen und die Charta neuerlich durch Unterschrift der Geschäftsführung besiegelt.

 

 
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